Der Markt für Cocoon Gurtzeuge ist im Jahr 2026 in vollem Aufschwung, und Neo setzt mit dem Race UP ein starkes Zeichen. Ich hatte die Gelegenheit, dieses neue Flaggschiff der Marke aus Annecy zu testen, um euch mein vollständiges Feedback nach mehreren Flugstunden in Saint Hilaire du Touvet zu geben. Das getestete Gurtzeug war in Größe M.
Zwischen technischer Innovation, verbesserter Gleitleistung und hohem Flugkomfort erfahrt ihr, ob das Race UP der „Game Changer“ ist, auf den ihr gewartet habt.
Beim Öffnen des Kartons überrascht das Race UP sofort durch seine Kompaktheit. Es wird mit seinem Transportnetz geliefert (ähnlich wie beim Stay Up), eine Entscheidung von Neo, die wir immer schätzen, da sie den sorgfältigen Umgang mit dem Material unterstreicht.
Mit einem von Neo angegebenen Gewicht von 2,2 kg hält das Gurtzeug sein Versprechen, mit einem am Wiegehaken gemessenen Gewicht von 2.160 g inklusive Karabiner. Damit positioniert sich das Race UP im oberen Bereich der robusten Leichtgurtzeuge.
Das Ripstop-Dyneema-Gewebe, das in der gesamten Struktur omnipräsent ist, vermittelt sofort Vertrauen in die Langlebigkeit des Produkts. Im Gegensatz zu einigen „wegwerfbaren“ Konkurrenzprodukten setzt Neo auf eine Ausrüstung, die mehrere Hike-&-Fly-Saisons standhält.
Keine Spielereien. Jedes Element ist leicht erkennbar, und man versteht schnell die Funktion jeder Gurtbandführung und Einstellung. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil angesichts der neuesten Gurtzeuge, die in der Handhabung zunehmend komplex werden.
Vor dem Start ist ein Check am Simulatorgestell unerlässlich. Die Installation ist flüssig: Ein einziger Befestigungspunkt genügt, um das Cocoon dank des patentierten Stand Up Rescue Systems zu schließen. Einmal eingehängt, fügt sich alles ganz natürlich zusammen.
Das Chassis wurde grundlegend überarbeitet. Der Sitz ist meiner Meinung nach äußerst komfortabel, und die Einstellungen wurden vereinfacht, um einer großen Bandbreite an Körperformen gerecht zu werden. Zwei Glasfaserstäbe halten die Rückenlehne in Form und verhindern unangenehme Falten im Rückenbereich des Piloten.
Dies ist eine klare Entscheidung von Neo: der Einsatz der Koroyd-Technologie für den Rückenschutz. Während sie eine hervorragende Stoßabsorption und eine präzise Unterstützung im Flug gewährleistet, wirkt sie sich auf das Packvolumen aus. Mit eingebautem Rettungsschirm ist das Race UP etwas voluminöser als ein Skywalk Range X-Alps oder ein Niviuk Arrow 2 P. Dennoch bleibt es ein Leichtprodukt, das problemlos in einen 70- bis 90-Liter-Rucksack zusammen mit einem Wettkampfschirm passt.
Das Cockpit des Race UP ist ein echtes Meisterwerk der Aerodynamik. Neo integriert eine aerodynamische Jacke, die sich an die Arme des Piloten anschmiegt und verhindert, dass Luft von oben in das Cocoon eindringt.
• Technische Jacke: Sie wird über zwei einfache Reißverschlüsse befestigt. Auch wenn die Handhabung anfangs etwas technisch wirken kann, wird sie schnell intuitiv, selbst im Flug.
• Instrumente: Die Klettfläche ist großzügig bemessen. Sie bietet problemlos Platz für ein Sys Nav XL in Kombination mit einem Smartphone oder für ein eigenständiges Flug-Tablet.
• Stauraum: Das ist einer der großen Pluspunkte. Mit zwei großen Seitentaschen am Cocoon, drei Taschen an der Jacke, einer großen Rückentasche und einem Stauraum unter dem Sitz bietet das Gurtzeug alles, was man für Autonomie benötigt. Auch wenn das Volumen nicht ganz an eine Kortel Kolibri heranreicht, ist ausreichend Platz für Biwakausrüstung vorhanden.
In der Luft zeigt das Race UP seinen wahren Charakter. Der erste prägnante Eindruck ist seine Stabilität. Es filtert unnötige Turbulenzen heraus und übermittelt dem Piloten nur die wesentlichen Informationen.
In der Luft zeigt das Race UP seinen wahren Charakter. Der erste prägnante Eindruck ist seine Stabilität. Es filtert unnötige Turbulenzen heraus und übermittelt dem Piloten nur die wesentlichen Informationen.
Der Kompromiss zwischen Steuerung und Sicherheit wird durch ein klassisches ABS-System am Sitz gewährleistet. In starken und engen Thermikbedingungen habe ich festgestellt, dass es etwas rollinstabiler sein könnte, um das Einleiten enger Kurven zu erleichtern. In der Transition hingegen wird diese Stabilität zu einem großen Vorteil: Es ist nicht nötig, den Brustgurt enger zu stellen, um geradeaus zu fliegen.
Bei etwas „engagierteren“ Manövern zeigt der Hiko eine gute Stabilität. Teilklapper öffnen sich von selbst, der Strömungsabriss erfolgt progressiv und lässt sich leicht kontrollieren. Das Profil bietet eine gute Nickstabilität – das vermittelt Vertrauen.
Dieses Verhalten steht im Einklang mit der Positionierung, die Niviuk für den Hiko vorgesehen hat.
Das Fairing (Heckprofil) des Race UP ist länger und höher als bei Modellen wie dem Delight 5. Es reicht bis zum Kopf des Piloten. In Kombination mit der nahezu luftdichten Abdichtung der Jupe durch Magnete ermöglicht dieses System einen deutlichen Leistungsgewinn.
Die Schlüsselfigur:
Der Zugewinn liegt bei etwa 0,3 bis 0,4 Gleitzahlpunkten im Vergleich zu einem klassischen Cocoon Gurtzeug. Dieses Detail macht das Race UP zu einem Gurtzeug, das sich zwischen Leichtbau und druckbeaufschlagten Cocoon-Systemen wie dem „Submarine“ positioniert.
Das Magnet-Verschlusssystem der Jupe ist äußerst effizient: Die Magnete richten sich beim Start perfekt aus, ohne dass ein manuelles Eingreifen erforderlich ist. Allerdings sind diese Magnete sehr stark. Bei der Landung kann sich die Öffnung der Cocoon-Nase etwas eng anfühlen. Es ist daher wichtig, den Ausstieg zu antizipieren und in der Höhe zu üben, den nötigen „Tritt“ zu geben, um die Öffnung freizumachen und beim Bodenkontakt nicht überrascht zu werden.
Das Race UP ist nicht nur ein einfaches Update des Stay UP. Es ist ein Gurtzeug, das Robustheit, Langzeitkomfort und eine aerodynamische Leistung vereint, die für dieses Gewicht selten ist.
• Für wen? : Anspruchsvolle Streckenflugpiloten, Biwakflug-Enthusiasten und Hike-&-Fly-Wettkämpfer, die ein Gurtzeug suchen, das robuster und komfortabler ist als ein Range X-Alps.
• Mein Fazit: Es ist der Game Changer dieser Kategorie im Jahr 2026. Es ist elegant, leistungsstark und vor allem kompromisslos in Sachen Komfort.
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