GLEITSCHIRMSEGEL: ENTDECKEN SIE ALLE SEGELTYPEN UND IHRE ANWENDUNGEN
Gleitschirmfliegen ist ein umfassender Luftsport, bei dem die Wahl des Gleitschirms sowohl Ihre Sicherheit als auch Ihren Flugspaß bestimmt. Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in einer Flugschule machen oder Streckenflüge von 100 km anstreben – Ihr Gleitschirm ist Ihr wichtigstes Fluggerät.
Dieser umfassende Leitfaden stellt Ihnen die Welt der Gleitschirme vor: von den verschiedenen Zertifizierungen (EN-A, B, C, D) bis hin zu den Flugarten (Hike & Fly, Acro, Tandem).
Greifen Sie direkt auf unsere spezialisierten Leitfäden zu:
- Wie viel kostet ein Gleitschirm?
- Wie wählt man seinen Gleitschirm je nach Niveau und Gewichtsbereich?
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GLEITSCHIRM NACH FLUGTYPEN:
Eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl und dem Kauf eines Schirms ist der Flugtyp, den man durchführen möchte. Hier sind einige Beispiele:
Gleitschirm für Speed Flying und Akrobatik
Echte Mini-Gleitschirme, die Speed-Flying- oder Speed-Riding-Schirme, sind Schirme mit einer sehr kleinen Fläche (in der Regel zwischen 7 und 15 m²). Diese reduzierte Größe ermöglicht eine hohe Geschwindigkeit und eine extreme Reaktionsfähigkeit. Allerdings haben diese Schirme eine geringere Gleitleistung im Vergleich zu klassischen Schirmen und sind nicht dafür geeignet, Thermiken zu nutzen. Sie sind in der Regel für Piloten gedacht, die bei Flügen in Bodennähe nach intensiven, sogar extremen Erlebnissen suchen.
Die Akrobatik-Schirme hingegen sind in der Regel größer (zwischen 16 und 24 m²) und ähneln klassischen Gleitschirmen, obwohl ihre Gleitleistung geringer ist. Wie diese können sie jedoch auch Thermikaufwinde nutzen. Das Hauptziel dieser Schirme ist es jedoch, dem Piloten zu ermöglichen, dynamische und negative Manöver in der Luft auszuführen. Sie sind daher so konzipiert, dass sie in möglichst vielen Konfigurationen stabil bleiben.
Single-Skin Gleitschirm
Single-Skin Gleitschirme sind die leichtesten Gleitschirme. Einige Modelle wiegen weniger als ein Kilogramm, während die meisten zwischen 1,5 und 2 kg liegen. Ihr Hauptmerkmal ist das Fehlen der Untersegel (Intrados), wodurch Material, Gewicht und Volumen reduziert werden. Es ist wichtig zu wissen, dass ihre Flugleistung geringer ist als bei klassischen Gleitschirmen. Auch wenn sie Thermikflüge begrenzt ermöglichen, liegt ihr Haupteinsatz im Hike & Fly, auch bekannt als Vol Rando.
Tandem Gleitschirm
Dank ihrer sehr großen Fläche (in der Regel zwischen 36 und 44 m²) ermöglichen Tandem-Gleitschirme das gleichzeitige Fliegen von zwei Personen, zum Beispiel einem Passagier und seinem Fluglehrer. Sie sind meist als EN B klassifiziert und besitzen eine ähnliche Konstruktion wie klassische Gleitschirme.
Leicht-Gleitschirm für Bergflüge
Leicht-Gleitschirme lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen:
Erstens gibt es Modelle, die eine sehr ähnliche Struktur wie klassische Gleitschirme aufweisen, jedoch aus optimierten Materialien gefertigt sind, um das beste Gleichgewicht zwischen Gewicht und Volumen zu erreichen, ohne dabei die Leistung zu beeinträchtigen.
Die zweite Kategorie umfasst die sogenannten Berg-Gleitschirme. Diese sind in ihrer Herstellung so optimiert, dass sie den leichtesten und kompaktesten Gleitschirm ermöglichen. Allerdings sind diese Schirme etwas weniger leistungsfähig als klassische oder standardmäßige Leicht-Gleitschirme.
GLEITSCHIRM NACH ZERTIFIZIERUNG
Die Zertifizierung ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Gleitschirms. Wenn Sie bereits Gleitschirmpilot sind, wissen Sie sicher, dass die Wahl eines Schirms im Wesentlichen von Ihrem Niveau und Ihren Zielen abhängt. Jede Zertifizierung ist an ein bestimmtes Profil angepasst. Lassen Sie uns diese gemeinsam entdecken!
Wofür dient die Zertifizierung im Gleitschirmfliegen?
Die Zertifizierung im Gleitschirmfliegen erfüllt zwei Hauptzwecke:
Erstens stellt sie sicher, dass der Gleitschirm stabil und robust genug ist, um einen Piloten sicher vom Start bis zur Landung zu tragen. Dafür wird der Schirm zuvor Widerstands- und Aufpralltests unterzogen, um sicherzustellen, dass die Materialien während des Flugs nicht reißen.
Zweitens dient die Zertifizierung dazu, das Flugverhalten des Schirms zu bewerten und festzustellen, ob er für Anfänger geeignet ist oder ob er sich eher an erfahrene Piloten richtet. Um den Zugänglichkeitsgrad eines Schirms zu ermitteln, unterziehen die Hersteller ihre Modelle speziellen Tests. Diese Tests simulieren in der Regel Flugzwischenfälle, um die Reaktion des Schirms zu beobachten. Je weniger Eingreifen des Piloten erforderlich ist, um einen Vorfall zu bewältigen, desto zugänglicher ist der Schirm für Anfänger. Nach Abschluss der Tests vergeben die Prüfer einen Buchstaben (A, B, C, D oder CCC), der den Zugänglichkeitsgrad des Schirms angibt.
EN A Gleitschirm
Die Gleitschirme der Kategorie EN A sind für Anfänger konzipiert. Flugschulen sind in der Regel mit diesen Modellen ausgestattet, da sie eine sehr hohe passive Sicherheit bei gleichzeitig solider Leistung bieten. Sie ermöglichen das Erlernen des aktiven Fliegens und begleiten Einsteiger weit in ihrer Progression und Weiterentwicklung. Die meisten Marken wie Niviuk, Skywalk, Supair oder Gin bieten eigene EN A Modelle an.
💡Um mehr zu erfahren, lesen Sie gerne unseren Artikel über EN A Gleitschirme.
EN B Gleitschirm
Ein Gleitschirm kann aus zwei Hauptgründen als EN B klassifiziert werden:
Weil er für die Progression ausgelegt ist. Er ist daher in der Regel leistungsstärker als ein EN A Schirm. Er besitzt eine höhere Streckung und erfordert ein höheres technisches Niveau als Einsteigerschirme.
Weil es sich um Gleitschirme mit kleiner Fläche handelt, für die die Hersteller Gewichtsbereiche der Zertifizierung festgelegt haben. Jede Gewichtsrange führt zu einem unterschiedlichen Flugverhalten. So kann derselbe Schirm je nach Größe wie ein EN A, EN B oder sogar EN C reagieren. Diese mehrfach zertifizierten Schirme sind häufig Bergschirme.
💡Um mehr zu erfahren, lesen Sie gerne unseren Artikel über EN B Gleitschirme.
EN C Gleitschirm
Gleitschirme der Kategorie EN C richten sich an leistungsorientierte Piloten. Diese Schirme werden in der Regel von Piloten mit guter Flugerfahrung und Streckenflug-Erfahrung genutzt, die ihre Leistung weiter steigern möchten.
Gleitschirm EN D und CCC
Die Schirme der Kategorien D und CCC sind die Formel 1 des Gleitschirmfliegens. Es handelt sich um sehr gestreckte und dünne Flügel, die für reine Leistung ausgelegt sind. Daher müssen die Piloten erfahren sein, um auf Flugvorfälle reagieren zu können, da diese Schirme lebhaft und manchmal gefährlich reagieren können.
Gleitschirm DGAC
Die DGAC-Zertifizierung betrifft Schirme, die für eine bestimmte Form des freien Fliegens entwickelt wurden: das Paramotorfliegen. Diese Zertifizierung, die sich leicht von der des Gleitschirmfliegens unterscheidet, umfasst hauptsächlich den Belastungstest sowie einige zusätzliche Parameter wie Fluggeschwindigkeit, maximale Motorleistung usw.
Nicht-homologierte Gleitschirme
Die sogenannten „nicht-homologierten“ Gleitschirme sind dennoch häufig belastungsgeprüft.
Dabei handelt es sich oft um Akrobatikschirme, Speed-Riding- oder Speed-Flying-Schirme sowie einige Modelle, die für sehr spezifische Gleitschirmflugsportarten entwickelt wurden, bei denen eine vollständige Zertifizierung nicht unbedingt erforderlich ist.







